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Pistenraupenfahrer nicht Schuld

Tödlicher Unfall: U-Richter stellt  Ermittlungsverfahren ein – 19-Jähriger  sprang  während der Fahrt auf

Bozen (rc). Der Lenker der Pistenraupe, durch die  am 16.  Februar nahe der Ganischger Alm  in Obereggen Enzo Zeni (19) aus Tesero tödlich verletzt wurde, ist  nicht für den Unfall verantwortlich.  Zu dem  Schluss ist Staatsanwältin Daniela Pol gekommen. Der U-Richter gab  ihrem Antrag auf Einstellung des Ermittlungsverfahrens  statt.

Zeni war von der Hütte   zu Fuß  ins Tal gegangen.    Als die Pistenraupe der Marke Bombardier (Modell Yeti), mit der Gäste der Hütte transportiert wurden, an ihm vorbeifuhr, hatte er versucht, aufzuspringen. Dabei  sei er mit dem linken Bein in die  Schneefräse geraten. Das Bein wurde Zeni förmlich abgerissen, er verblutete. Der  Lenker habe  u.a. aufgrund des von der Fräse aufgewirbelten Schnees keine Möglichkeit gehabt, Zeni rechtzeitig zu bemerken bzw. den Unfall zu verhindern, schreibt Pol.

Angesichts der festgestellten Unschuld des Lenkers hat die Bozner Rechtsanwaltskanzleri Wenter & Gabrieli jetzt beantragt, dass das  beschlagnahmte Pistenfahrzeug der Ganischer GmbH rückerstattet werde. Die Anwälte betonen auch, dass auf der Alm große Hinweistafeln   auf die potenziellen  Gefahren durch  abfahrende Pistenraupen in den Abendstunden hinweisen.

 

  • Veröffentlicht: DOLOMITEN

WIKU = wöchentliche Beilage der Südtiroler Tageszeitung Dolomiten, auf Wirtschaftsfragen fokussiert.
Dolomiten = Südtiroler Tageszeitung Dolomiten der Verlagsanstalt Athesia.